Das EU-Mercosur Partnerschaftsabkommen
Was es verspricht – und was jetzt möglich ist
Dienstag, 14. April 2026, 14:00 - 16:00 Uhr
Online-Briefing
in Kooperation mit:
Knapp 26 Jahre Verhandlungen, hohe Erwartungen und viele unterschiedliche Meinungen: Bei dem Vertrag der Europäischen Union mit den vier südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay geht es um nicht weniger als die bis dato größte Freihandelszone der Welt. Es geht um Wachstum in neuen Märkten, die Diversifizierung von Lieferketten und Beschaffungsstrukturen, Impulse und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Durch den Abbau von Zöllen auf über 90 Prozent aller EU-Waren, die Reduzierung zahlreicher technischer Handelshemmnisse und die Öffnung des öffentlichen Beschaffungswesens wäre das alles erreichbar. Es geht allerdings auch um Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes, der Lebensmittelsicherheit sowie soziale und arbeitsrechtliche Standards. Eine gemeinsame wertorientierte Handelsagenda. Auch die wäre erreichbar.
Die deutsche Bundesregierung zeigt sich heute in Bezug auf das EU-Mercosur-Abkommen optimistisch, dass dieses schneller als angenommen – zumindest in Teilen – in Kraft treten könnte. Vorläufig. Und dann? Wer profitiert zuerst vom Zollabbau, wer zuletzt? In welchen Branchen und Sektoren können deutsche Unternehmen sich besondere Chancen ausrechnen? Maschinenbau? Automotive? Chemie? Pharma? Oder doch im Bereich der Lebensmittel? Und wie unterscheiden sich ihre Perspektiven in den einzelnen Mercosur-Ländern? Brasilien ist zweifelsfrei der wichtigste Markt für deutsche Unternehmen. Argentinien überrascht jedoch mit einem Comeback, das lange niemand für möglich hielt, und bietet Potenzial auf Augenhöhe. Uruguay: 3,45 Millionen Menschen, aber knapp sieben Millionen Schafe und fast zwölf Millionen Rinder. Interessant? Absolut – sonst wären weder die großen deutschen Marken hier angesiedelt noch würde China sich so um das Land bemühen. Klein, aber geopolitisch unabhängig, stabil und unaufgeregt – so präsentiert sich Paraguay, für viele die wahre Perle im Herzen Lateinamerikas.
Das Briefing wird Unternehmen eine praxisorientierte Einordnung zu den Rahmenbedingungen, dem Zeithorizont sowie der Anwendung und Umsetzung des EU-Mercosur-Partnerschaftsabkommens bieten. Ergänzt wird dies durch einen pointierten Überblick der einzelnen Märkte und Branchen. Darüber hinaus haben Teilnehmende die Möglichkeit, sich für individuelle digitale Beratungsgespräche mit Fachexpertinnen und Fachexperten aus Asunción, Buenos Aires, Montevideo und Rio de Janeiro anzumelden. Die Termine werden zu einem späteren Zeitpunkt individuell vereinbart.
Programm
13:45 Uhr | Einlass in die Konferenz |
14:00 Uhr | Das EU-Mercosur-Partnerschaftsabkommen – ein neues Kapitel im europäischen Außenhandel Bernd Lange, MdEP, Vorsitzender des Handelsausschusses im Europäischen Parlament |
14:30 Uhr | Das Abkommen: Zölle, Zeithorizonte & praktische Hilfen Gloria Rose, Korrespondentin São Paulo, Germany Trade & Invest |
15:00 Uhr |
Julieta Barra, Leiterin Außenwirtschaft, Deutsche-Argentinische Industrie- und Handelskammer in Buenos Aires Andreas Olpp, Projektkoordinator, Deutsch-Brasilianische Industrie- und Handelskammer in Rio de Janeiro Dr. Michael Schauer, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied, Deutsch-Paraguayische Industrie- und Handelskammer in Asunción Kira Potowski, Geschäftsführerin, Deutsch-Uruguayische Industrie- und Handelskammer in Montevideo |
16:00 Uhr |
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Die Teilnahme ist kostenfrei. Sollten Sie den Termin wider Erwarten nicht wahrnehmen können, bitten wir um eine Abmeldung.
Anmeldung
Anmeldeschluss: 13. April 2026