Gesprächskreis Mittel- und Südamerika
Argentinien: Es ist Zeit für einen neuen Blick.
Warum Unternehmen Argentinien heute neu bewerten sollten.
07. September 2026, 10:00 - 12:30 Uhr
Industrie- und Handelskammer Hannover
Kaum ein Land hat in den vergangenen zwei Jahren einen so tiefgreifenden wirtschaftspolitischen Kurswechsel vollzogen wie Argentinien.
Viele deutsche Unternehmen blickten lange mit gemischten Gefühlen auf das Land: Argentinien stand für außergewöhnliche Chancen in diversen Wirtschaftsbereichen – zugleich aber auch für einen Markt, in dem wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen immer wieder zur Bewährungsprobe wurden. Staatsverschuldung, hohe Inflation, Kapitalverkehrskontrollen, konjunkturelle Hochs und Tiefs sowie politische Stresstests erschwerten viele Geschäfte erheblich. Das Risiko erschien vielen deutschen Unternehmen über Jahre hinweg zu hoch, um eine aktivere Rolle in dem Markt einzunehmen. Sie blieben trotz des großen Potenzials häufig in der Rolle der Beobachter.
Heute ist die Ausgangslage eine andere. Argentinien hat in sehr kurzer Zeit viele Weichen neu gestellt: Investitionsanreize, offenere Märkte, eine verbesserte Kreditwürdigkeit und eine sinkende Inflation verändern die Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen spürbar. Mit dem EU-Mercosur-Abkommen und der deutsch-argentinischen Rohstoffpartnerschaft entstehen zusätzliche Perspektiven – und in einer Welt neu geordneter Lieferketten hat Argentinien natürlich auch strategisch eine Bedeutung.
Dennoch liegen wirtschaftliche Hoffnung und Skepsis sehr nah beieinander. Dem wirtschaftspolitischen Reformkurs stehen eine schwache Binnennachfrage, soziale Spannungen und tiefgreifende Anpassungsprozesse gegenüber. Während Branchen wie Energie, Bergbau, Infrastruktur oder Agrarwirtschaft von neuen Investitionen profitieren, kämpfen Industrie, Bau und Einzelhandel mit den Folgen des wirtschaftlichen Umbaus.
Wer heute über Argentinien spricht, kommt mit einfachen Antworten deshalb nicht weit. Argentinien ist heute weder der schwierige Markt vergangener Jahre noch ein Markt, in dem Chancen ohne Herausforderungen zu haben sind. Es befindet sich mitten in einer Transformation, deren Ausgang noch offen ist. Gerade deshalb verdient der Markt eine neue Bewertung. Für deutsche Unternehmen stellt sich damit heute nicht mehr die Frage, ob sich ein Blick auf Argentinien lohnt – sondern welcher Blick der richtige ist.
in Kooperation mit:
Generalkonsulat der Republik Argentinien in Hamburg
Agenda
| 10:00 Uhr | Begrüßung Tilman Brunner, Leiter International, Industrie- und Handelskammer Hannover |
| 10:15 Uhr | Paneldiskussion: Argentinien - Es ist Zeit für einen neuen Blick. Generalkonsulin Fernández García, Generalkonsulat der Republik Argentinien in Hamburg ∙ Gerrit Harms, Public Affairs, Regional Officer Latin America & Oceania, State Aid ESP & PT, Group Subsidy Tracker / FSR, Volkswagen AG ∙ Juan A. Khouri, Geschäftsführer, Dosbio S.A. ∙ Aleksandar Medjedovic, Geschäftsführer, Deutsch-Argentinische Industrie- und Handelskammer in Buenos Aires |
| 11:15 Uhr | Diskussion |
| 11:30 Uhr | aktuelle Viertelstunde |
| 11:45 Uhr | Netzwerk-Brunch |
| 12:15 Uhr | Beginn der Beratungsgespräche |
Teilnehmende Unternehmen können bei Bedarf zusätzlich Beratungsgespräche mit dem Generalkonsulat der Republik Argentinien in Hamburg sowie der Deutsch-Argentinischen Industrie- und Handelskammer anmelden. Die Gespräche bieten die Möglichkeit, sich in einem Zeitrahmen von etwa 20 Minuten persönlich zu unterhalten und werden nach Anmeldung zu der Sitzung terminiert.
Aleksandar Medjedovic
GeschäftsführerDeutsch-Argentinische Industrie- und Handelskammer in Buenos Aires
Gerrit Harms
Public Affairs, Regional Officer Latin America & Oceania, State Aid ESP & PT, Group Subsidy Tracker/FSRVolkswagen AG
Anmeldung
Anmeldeschluss: 04. September 2026
Bei hoher Nachfrage werden die verfügbaren Plätze nach Eingang der Anmeldungen vergeben.
Veranstaltungsort
Ansprechperson:
Pia-Felicitas Homann
Tel. 0511 3107-289I E-Mail: pia.homann@hannover.ihk.de



